Winterlager und Start
Eden, 7. April 2009
Träume von Fliegen, dann wachsen dir Flügel
Dieser sinnige Spruch steht in diesem Monat auf unserm Kalenderblatt. Mit dem "Flügelwachstum" haben wir schon lange Zeit zu tun. Eine lange Reise braucht eine Menge Vorbereitung, ein langer Ausstieg eine Menge Organisation. Welche Ausrüstung braucht das Boot? Was muss mit – was darf mit? Wie ist unser beruflicher Ausstieg zu realisieren? Welche Verträge sind zu kündigen? Welche Impfungen brauchen wir? Und, und, und...
Träume von Fliegen, dann wachsen dir Flügel
Dieser sinnige Spruch steht in diesem Monat auf unserm Kalenderblatt. Mit dem "Flügelwachstum" haben wir schon lange Zeit zu tun. Eine lange Reise braucht eine Menge Vorbereitung, ein langer Ausstieg eine Menge Organisation. Welche Ausrüstung braucht das Boot? Was muss mit – was darf mit? Wie ist unser beruflicher Ausstieg zu realisieren? Welche Verträge sind zu kündigen? Welche Impfungen brauchen wir? Und, und, und...
Jetzt sind wir in der nächsten Flügel-Wachstumsphase, die allerdings etwas schmerzhaft ist. Muskelkater begleiten die Frühjahrsarbeiten am Boot, das Ausräumen der Büros – vom Impf-Weh ganz zu schweigen. Stück für Stück nähern wir uns unseren Träumen …
Oranienburg, 24. April 2009
Hurra, die EDEN schwimmt!
Schon in den frühen Morgenstunden herrschte rege Betriebsamkeit in der kleinen Marina des Wassersportzentrums Oranienburg, als der Autokran eintraf. Motorboote und Segelyachten schwebten nach und nach über den Hafen und landeten sanft im Wasser des Oder-Havel-Kanals.
Dann war die EDEN an der Reihe.
Was für die Kranbesatzung Routine ist, war für uns mit einer gewissen Aufregung verbunden. Dass der Kranfahrer die EDEN millimetergenau bewegt, wussten wir, aber: Sind alle Seeventile dicht? Strömt nirgends Wasser ins Innere? Springt der Motor an?
Alles lief glatt und mit einem „Hurra, wir schwimmen!“ fiel die Anspannung von uns ab. Welch ein Gefühl, wieder den Fahrtwind zu spüren, das Plätschern der Bugwelle zu hören!
Unser erster „Törn“ führte uns in den nahe gelegenen Lehnitzsee, zum Bootshaus Dietrich.
Hier werden wir die restlichen Arbeiten am Schiff erledigen und alle Dinge an Bord nehmen, die wir brauchen oder die unser See-Leben angenehm machen.
Für uns die nächste Herausforderung: Wie kriegen wir nur alles an Bord gestaut?
Oranienburg, 15. Mai 2009
Oranienburg, 15. Mai 2009
Wir sind dann mal weg!
Gestern sind wir vom Bootshaus Dietrich gestartet. Um 17.30 Uhr gab der Käpt´n den Befehl: Leinen los! Unter herzlichem Winken der Inhaber des Bootshauses und des gesamten Personals legten wir ab. Plötzlich ertönte eine Sirene über den Lehnitzsee: ein Abschiedsgruß! Wir passierten die Lehnitzschleuse und machten dahinter für unsere erste Nacht an Bord fest.
Heute klingelte der Wecker kurz nach 4.00 Uhr. Im Morgengrauen starteten wir, um möglichst viel Strecke auf dem Oder-Havel-Kanal zu machen. Beim Ablegen hörten wir zunächst leise Musik vom gegenüberliegenden Ufer, die jedoch lauter zu einem Marine-Marsch wurde. Eine Rakete stieg auf, ein weißes Tuch wedelte über den dunklen Büschen! Wir glaubten es kaum … Abschied wie für die Queen Mary, inszeniert von Gerhard und Monika aus Oranienburg.
Eine aufregende Zeit liegt hinter uns. Eine Zeit des Pläneschmiedens, eine Zeit der Vorbereitung aber auch eine Zeit des Verabschiedens. Es war schön, viele Freunde zu treffen, mit den Familienkindern eine Käpt´n Blaubär-Nacht an Bord zu erleben und den letzen Abend mit unserer Edener „Sippe“ und den Nachbarn zu verbringen. Die vielen guten Wünsche haben wir ins Herz, die mit so viel Liebe ausgewählten „Mitgebsel“ an Bord genommen. Vielen Dank an alle!
Marina Neuhof bei Stralsund, 21. Mai 2009
Endlich ein Segelboot
Die Fahrt auf dem Oder-Havel-Kanal haben wir sehr genossen. Wunderschönes Maiwetter, Vogelgezwitscher und Kuckucksrufe. Schnell passierten wir das Schiffshebewerk Finow und die Schleusen in Hohensaaten und Schwedt. Die breite Oder schob uns durch Stettin zum Oderhaff.
Von dort ging es mit dem Peenestrom in Richtung Greifswalder Bodden und dann nach Greifswald.
Hier stellten wir den Mast – und endlich ist die EDEN wieder ein Segelboot!
Das heutige Ansegeln war traumhaft. Sonne, blauer Himmel, super Segelwind – und husch, waren wir über den Bodden im Strelasund und machten in Neuhof fest. Hier hatten wir das Boot im letzten Jahr und so ist es wie „Nach-Hause-kommen“. Nun wollen wir die EDEN richtig segelklar machen, jedes Ding soll seinen endgültigen Platz finden, jedes Gerät soll noch mal gecheckt werden. Und dann schauen wir, wann der Wind für uns richtig steht…
Über die Ostsee Richtung Kopenhagen
Über die Ostsee Richtung Kopenhagen