Im Nordosten von Brasilien
Natal, 06.02.2010
Natal zu Fuß
Fast drei Monate waren wir ein Dreier-Kleeblatt, nun waren wir wieder zu zweit. Aber wir hatten ja eine Familie dazu gewonnen und die hatten wir für einen samstäglichen Bootsausflug eingeladen. Wir schnappten uns die Rucksäcke, um frischen Proviant zu besorgen, sprich Bier! Also marschierten wir durch das Fischer-Viertel, das gleich an den Yachtclub angrenzte. In kleinen Läden zerlegten die Männer riesige Fische, sägten mit Kreissägen Thunfischscheiben von fast einem halben Meter Durchmesser. Ein Fischer lieferte Nachschub: Er hatte auf den Gepäckträger seines alten Fahrrades einem dicken Fisch geschnallt. Wir liefen weiter durch geschäftige Straßen und landeten schließlich vor einem Angelausrüster. Nicht ganz zufällig, Friedrich hatte ihn schon bei seinem Behördengang entdeckt und nun überzeugte er die Bordfrau zum Kauf einer neuen Rolle, diversen Haken und buntem Plastikanhängseln. Letzteres zweifelte Claudia an, hatten doch die Mülltütenköder bisher alle Fische gefangen. Aber Angler lieben eben bunten Plastikkram… Dann liefen wir weiter durch ruhige Straßen mit Häusern aus längst vergangenen Zeiten. Die Fassaden im Hafenviertel in morbiden Kolonialstil, fast Ruinen. Hinter einer breitspurigen Straße begann das neue Natal. Gigantische Hochhäuser, breite Straßen, geschäftiger Verkehr. Und da sind sie wieder, die brasilianischen Dimensionen – zu Fuß nicht bestreitbar. Also drehten wir um und suchten uns einen schattigen Platz. Ein Stand mit grünen Kokosnüssen weckte unsere Aufmerksamkeit. Die Verkäuferin kramte uns eine aus ihrer mit Eis gefüllten Styropur-Kiste, hackte mit einem Dorn ein Loch in die Schale, steckte einen Strohhalm hinein – Zisch… machte es in unser trockenen Kehle. Köstlich schmeckte der eiskalte Inhalt, löschte den Durst und gab Kraft für den Rückweg.
Natal per Boot
Samstag früh. Wir holten unsere Tages-Crew nach und nach mit dem Schlauchboot vom Yachtclub-Gelände über: Magnus Eltern Gilda und Vicent, Tante Geilda und Onkel Carlos, Schwester Larissa mit Mann Igor und Tochter Maria Eduarda, Magnus Freund Hercules mit Frau Adriana und Sohn Cécar und sein Freund Leandro mit Freundin. Anker auf und schon ging unsere fröhliche bunt gewürfelte Crew auf Reisen, den Rio Potengi hinauf. Vorbei an dem Fischer-Viertel, an den Kaianlagen, am Marine-Hafen. Vorbei an alten Kirchen, an einer der berüchtigten Favelas. Dahinter die gigantische Skyline der Millionen-Stadt. Kontrast auf dem gegenüberliegenden Flussufer: Mangroven über Mangroven mit kleinen Flussarmen. Eine tiefe Flussbrücke bremste unsere Fahrt. Auf unserer Rücktour musste die männliche Crew ran und Segel setzen. Wir fuhren bis zur Flussmündung und dann hinaus auf´s Meer. Die ersten Wellen riefen Begeisterung bei Klein Cécar, ängstlichen Juchen bei Gilda hervor. Fröhliche Erleichterung bei allen, als wir wieder den geschützten Fluss erreichten. Dann gab´s echten Edener Kartoffelsalat mit deutschen Würstchen! Und einen brasilianischen Abschied - herzzerreißend mit Umarmungen und Küsschen! Und eine Einladung für den Abend.
Natal bei Nacht
Am späten Abend holte uns Hercules ab und nahm uns mit nach Hause. Scheinbar ewig fuhren wir durch die nächtlichen Straßen von Natal, vorbei an dem kunstvoll angestrahltem Turm des berühmten Architekten Oscar Niemeyer. Vor einem Tor stoppte Hercules den Wagen und ein Sicherheitsbeamter ließ uns ein. Wir waren erstaunlicherweise in einem ganz normalen Wohngebiet. Die Menschen saßen in der nächtlichen Kühle auf Bänken, Kinder spielten unter Flutlicht – aber eben in einem abgezäunten und bewachten Areal. Auch wenn wir bisher nicht einmal das Gefühl von Unsicherheit hatten – es muss sie geben, die brasilianische Kriminalität. Selbst die Fenster von Hercules Apartment im Erdgeschoss waren mit starken Gittern geschützt. Ganz offen stand die Tür, als uns Adriana begrüßt und uns stolz ihre moderne Wohnung zeigte. Cécar überraschte uns mit einem kleinen Geschenk, einem Holzboot und Adriana mit Tapioca com carne do sol – Maniokfladen mit Füllung aus sonnengetrocknetem Fleisch. Friedrich entdeckte ein Schachspiel und schon standen Adriana und er zu einer Partie am Küchentresen. Was seit Jahren nicht passierte: Friedrich zog den Kürzeren - Adriana war die strahlende Gewinnerin! Fröhlich und gestärkt fuhren wir durch das mitternächtliche Natal nach Punta Negra, bummelten durch das Bar- und Kneipenviertel.
Natal, 08.02.2010
Praia de Pipa – Brasilianischer Paradiesstrand
Kurz war die Nacht. Schon um acht Uhr standen Larissa, Igor und Maria Eduarda vor dem Yachtclub, um mit uns zum Frühstück zu Mama Gilda zu fahren. Sie musste schon den ganzen Morgen in der Küche gestanden haben, so reichlich hatte sie gekocht! Gestärkt brachen wir mit Larissa und Igor zum Ausflug nach Pipa auf. Von diesem Strand schwärmen alle, auch Magnus und Susann hatten uns unbedingt eine Fahrt dorthin ans Herz gelegt. Die „kurze“ Fahrt von 70 Kilometern allein war schon interessant. Durch lieblich grüne Landschaft, die uns glatt an die entlang der Autobahn nach Stralsund denken ließ, wären da nicht zwischendurch Palmen gewesen. Die grünen Felder entpuppten sich als Rohrzuckerplantagen. Dann wurden die Straßen schmaler und schließlich säumten die kleinen bunten Häuser von Pipa den Straßenrand. Kleine Souvenirgeschäfte, Bars und Restaurants lösten sich mit winzigen Pensionen ab, überwuchert von üppig blühenden Büschen. Dazwischen Leute in Urlaubsstimmung. Igor lenkte seinen VW durch das ehemalige Hippiedorf zum Strand der Liebe – Praia de amor. Allein schon der Blick von der Steilküste hinunter auf das Meer war beeindruckend. Schwarzes Lavagestein zwischen weißem Sand, türkies-grün-blaues Meer, Wellensurfer und bunte Sonneschirme… Nach einem Strandspaziergang fuhren wir zum berühmten Strand von Pipa. Menschenmassen tummelten sich am Strand, im Wasser und auf den Terrassen der Strandrestaurants. Wir ergatterten einen Tisch, ließen uns einen schönen kalten Caipirinha schmecken und genossen den Blick auf den Strand von Pipa.
Abschied von Natal
Segeln bedeutet auch immer Abschied-Nehmen. Meist muss man sich wirklich losreißen. Und so herzten wir Gilda und Vicent, Larissa, Igor und Maria Eduarda, gaben für Lara noch ein „beijo“ (Küsschen) mit. Aber wir verabschiedeten uns auch bei sämtlichen Behörden von Natal!
Samt unseren Ankernachbarn aus der Schweiz und Südafrika, die einklarieren mussten, bestiegen wir ein Taxi. Quer durch Natal ging es zur Immigrationsbehörde. Vor einem riesigen Bürokomplex stiegen wir aus. Während ein schwer bewaffneter Sicherheitsbeamter uns beiden langbeinig Gekleideten ins Gebäude winkte, wehrte er die anderen mit einem Fingerzeig auf die kurzen Hosen ab. Andi aus der Schweiz holte eine weiße Seglerhose aus dem Rucksack, zog sie über und kasperte mit dem Südafrikaner den späteren Tausch ab. Doch dann erhielten wir an der Rezeption Termine, die Stunden später lagen. Also ging Claudia hinaus und vertickte die Wartezeit durch den hohen Sicherheitszaun unserem Mitsegler. Der hatte die Idee, an einem gegenüberliegenden Stand eine billige lange Hose zu erstehen. Als er endlich in unserem Warteraum mit einer exakt passenden Jeans eintraf, erzählte er strahlend, dass er die Hose gemietet hätte… Trotz der andächtigen Behördenstille brachen wir über die brasilianische Geschäftsidee in lautes Gelächter aus! Ganz so pingelig waren die anderen Behörden nicht, aber es brauchte doch einen ganzen Tag, die restlichen offiziellen Papiere zu kriegen. Völlig erschöpft von unserer Rennerei unter glühender Sonne fielen wir auf die Stühle des Kioskes im Fischer-Viertel. Der alte Mann hinter dem Tresen stand gerade an der Pfanne und bedeutete Friedrich, in den Kiosk zu kommen und sich das Bier selbst aus dem Tiefkühler zu holen. Schließlich waren wir ja schon am Tag vorher dort und damit Stammgäste! Und als Stammgäste durften wir gleich mit in die Pfanne gucken und die frisch frittierten kleinen Fischspießchen kosten. Zurück im Yachthafen drückte uns die Putzfrau unsere frisch gewaschene Wäsche in die Hand und wünschte „Bom viaje“, auch die einheimischen Segler verabschiedeten uns ganz nett. Blieb nur noch Abschied von unseren französischen Nachbarn zu nehmen, die uns in ein paar Tagen folgen wollten – immer in Richtung Süden!
Recife, 12.02.2010
Und immer gegenan
Mit Sonnenaufgang um 5.30 Uhr holten wir den Anker auf und fuhren hinaus auf´s Meer. Doch wir hatten Pech: Südwind. Also Kreuzen. Erklärung für Landratten: Erstmal weit von der Küste weg segeln, dann Wende, segeln bis dicht zur Küste zurück und rechtwinklig wieder weg. Bei diesem „Holeschlag“ kommen wir natürlich unserem Ziel nicht näher und so segeln wir ein Drittel mehr Strecke. In der Abenddämmerung waren wir mal wieder ganz dicht an der Küste, vor einem menschenleeren Strand, nur zwei kleine Buggies rasen in der kilometerlangen Einsamkeit am Meer entlang, ein Vergnügen, dass man in Europa nicht kennt! Die Nacht hielt für uns kräftige Schauerböen parat und am Morgen erschienen am Horizont die riesigen Hochhäuser von Jaoa Pessoa. Durch die ewige Kreuzerei sahen wir sie noch bei Sonnenuntergang zwölf Stunden später. In der folgenden Nacht erreichten wir endlich die Einfahrt zum Riff von Recife und ließen den Anker im geschützten Wasser fallen.
Pitsche patsche…
Nass ist Claudia´s Matratze, alle Dinge, die in den Fächern darunter lagen. Wasser, genauer gesagt Salzwasser tropfte aus der Decke oberhalb des Küchenschapps… Wasser an den unmöglichsten Stellen. Klasse! Unser nun wirklich trocken geglaubtes Schiffchen hatte wieder mal richtig zugelangt. Jetzt konnte es wirklich nur noch das Oberlicht im Salon sein, das Friedrich als letztes noch nicht neu eingedichtet hatte. Die See ist hart, sie bestraft Nachlässigkeit… Nachdem wir von unserem Ankerplatz in die Cabanga Marina, den chicen Yachtclub von Recife gewechselt hatten, war Trockenlegen angesagt. Alles musste raus in die Sonne. Matratzen, Polster, Teppiche. Putzaktion mit Süßwasser… ja, wahrhaftig, vor dem Vergnügen kommt die Arbeit.
Hinein ins Vergnügen
Ein sehr freundlicher Senhor, gerade von seiner Urlaubsreise aus Deutschland zurück, war so begeistert, uns als einzige Gäste in seinem Segelclub zu treffen, dass er uns sofort anbot, uns mit seinem superneuen Mercedes-Jeep in die Altstadt zu fahren. Nach seiner Meinung durften wir den offiziellen Beginn des Karnevals nicht verpassen!
Recife, 17.02.2010
Sechs tolle Tage
Es gibt drei Hochburgen des brasilianischen Karnevals: Rio de Janeiro, Salvador und Recife. In Rio sind es die prächtigen Samba-Schulen, in Salvador der Einfluss des afrikanischen Temperamentes die bestechen, aber in Recife und seinem Vorort Olinda ist es die Möglichkeit, dass jeder mitmachen kann - nach Meinung unserer Nataler Freunde daher der allerschönste Karneval von Brasilien! Und wenn es der schönste Karneval von Brasilien ist, dann ist es ja auch der schönste der ganzen Welt.
Und wir waren pünktlich dort!
Freitag
Am späten Abend ging ein Feuerwerk über der Stadt hoch, knallten die Böller. „Abertura“, offizieller Beginn des Karnevals. Massen in bunten Kostümen, mit Federn und Glitzer im Haar strömten über die Brücken in das Altstadtviertel Recife Antigo. Die Straße gesäumt von hunderten improvisierten Ständen mit Getränken aller Art, gesäumt von Grillständen und Verkaufstischen mit Karnevalzubehör. Wir wurden mitgerissen im Strom der Kostümierten und dann steckten wir fest im Meer der feierwütigen Brasilianer. Einem der Blocos folgend, die kreuz und quer mit Trommeln, Schellen, Blasinstrumenten durch die Altstadt zogen, tanzten wir auf den Straßen. Still stehen gelang keinem Menschen bei den Klängen des Frevos und Maracatu. Zuweilen liefen die Blocos gegeneinander und spielten sie gegeneinander an, sehr zur Freude der Tanzenden, die sich dann für eine Richtung entscheiden mussten. Das Ganze mutete wie eine riesige Polonaise an - mit sage und schreibe einer Million Besuchern!
Samstag
Kurz war die erste Nacht des Karnevals. Um neuen Uhr krähte der Morgen-Hahn, portugiesisch: O Galo de Madrugada. Genauso heißt der Umzug sich der dann bis in die Abendstunden durch die Straßen wälzte. Riesige Partytrucks, besetzt mit Live-Bands und Tänzern, gespickt mit gigantischen Boxen umgeben mit Sicherheitsleuten, die einfach nur verhinderten, dass in dem Gedränge keiner unter einen Wagen geriet. Hinter, vor, neben den Wagen tanzten die bunte Menschenmassen, quetschten sich an den Zuschauern am Straßenrand vorbei. Alle Dächer, Fenster, Balkone, ja sogar Ruinen waren mit feiernden Menschen brechend voll. Papierschlangen, Flitterregen, Kanonenböller regnete es auf die Massen, dann aber auch Wasser. Die Mittagssonne brannte unsagbar auf die sich drängenden schwitzenden Leiber, so dass manch Hausbesitzer einen feinen Sprühregen über die hitzigen Köpfe schickte. Nass, das jeder genoß. Abkühlung gaben nur die eiskalten Getränke, die von fliegenden Händlern in mitten des Zuges feilgeboten wurden. Nach Stunden erreichten wir das Zentrum des Stadtviertels Santo Antonio, wo Meter hohe Pappmaché-Figuren an Tribünen vorbei defilieren. Als die Sonne sich tief neigte, versuchten wir aus dem Gedränge einen Weg zu finden und landeten in den kleinen menschenleeren Gassen, die sonst mit geschäftigen Leben erfüllt sein müssten – all die kleinen Geschäfte waren verrammelt. Vor nächstem Donnerstag würden sie nicht wieder öffnen. Eine Stadt im Ausnahmezustand!
Sonntag
Mit noch schweren Gliedern vom stundenlangen Tanz durch die Stadt am Tag davor erhoben wir uns am Morgen und machten uns an die weiteren Putz- und Reparaturarbeiten an unserem Boot. Als die Mittagsonne unbarmherzig auf uns brannte, ließen wir uns im Schatten großer Bäume am Pool des Segelclubs nieder. Aber weder Pool noch Dusche konnten Abkühlung bringen. Überall nur warmes Wasser, selbst aus der Leitung! Nach dem Tageswerk rüschten wir uns auf und ab ging´s nach Antigo zum Karneval. Tanzend reihten wir uns hinter Blocos mit den schönsten Rhythmen, bewunderten die farbenprächtigen Kostüme der Tanzgruppen. Begeisterung bei Friedrich über die knappe Bekleidung der Karnevalsprinzessinnen, bei Claudia über die prächtigen straßenbreiten Kleider der Karnevalsköniginnen. Vom Kleinstkind bis zur Uroma, alle waren dabei! Und wieder eine unendliche Polonaise durch die Straßen, die nur an den acht Bühnen stoppte, auf denen Livemusik aller Art aufgeführt wurde. Als wir in den Morgenstunden die Party verließen, strömten immer noch Menschen in die Altstadt.
Rosenmontag
Wenn in Recife am frühen Morgen die Putztruppen ihre letzten Besenstriche tun, dann beginnt in Olinda die Party. Die alten Gassen mit ihren kleinen Häuschen gaben eine prächtige Kulisse für den Karnevalzug, der den ganzen Tag durch den sonst wohl eher verträumten Ort zog. Es war unglaublich, mit welcher Energie sich die Musik- und Tanzgruppen sowie ihre begeisterten Anhänger den ganzen Tag durch die Sträßlein pressten. Ein riesiger Maskenball, der rund um die Uhr von Samstag bis Dienstag läuft und auch am Aschermittwoch noch weitergeht…
Dienstag
Nach einem arbeitsreichen Tag ruhten wir zunächst aus. Wir wollten nun nämlich wissen, wie der Karneval in den frühen Morgenstunden abläuft und fuhren daher erst nach Mitternacht in die Altstadt. Doch nun sahen wir die Spuren der Anstrengung in den Gesichtern der Feiernden. Auch wenn immer noch viele den Blocos tanzend folgten, jetzt standen doch viele mit ihrem Bier oder Caipi am Straßenrand, gähnend saßen die Karnevalisten auf Mäuerchen und in Straßencafés. Nur ein uralter Mann schien quietsch vergnügt. Er hatte sich auf einem Stuhl am Straßenrand niedergelassen und ein Gerät aus uraltem Leder in Gestalt eines Krokodilmauls auf dem Schoß. Kamen die nun schon müden Mädchen vorbeigetrottet, ließ er das Krokodil mittels Scherengitter-Antriebs nach vorn schnellen – das erschrockene Kreischen erheiterte die Umstehenden, der alte Mann schaute äußerlich völlig teilnahmslos und hatte schon das nächste Opfer im Visier..
Aschermittwoch
Da ist zwar in Deutschland alles vorbei, nicht aber hier in Brasilien. Schon morgens fuhren wir nach Olinda zum „Bacalhau do Batata“. Stockfisch mit Kartoffeln – hoch über den Köpfen wurden die offensichtlichen Indizien der Fastenzeit getragen. Doch bevor die dann wirklich begann, wurden die Gassen von Olinda noch mal durchgepflügt….und wir mittenmang! Noch im Taxi, das uns zurückbrachte, sangen wir die typische Karnevals-Melodie und der Fahrer schenkte Claudia vor lauter Freude über so begeisterte Gringos, die extra aus dem fernen Alemanien nach Olinda navigiert waren, glatt seine Karnevals-CD und die Party ging an Bord weiter….