Kanarische Inseln
Lanzarote
Arrecife, 08.10.2009
Die Europäische Union hatte uns wieder. Nach einem Zweieinhalb-tage-Törn leuchtete uns auf dem Vulkanberg oberhalb der Inselhauptstadt Arrecife dass blaugelbe Logo von Ikea entgegen. Wir ließen den Anker im kleinen Fischereihafen fallen und holten uns unseren Einreisestempel bei der örtlichen Polizei. Ein bisschen war es wie „Nach-Hause-Kommen“ (nicht nur wegen der bekannten Logo´s), weil uns die Kanarischen Inseln von mehreren früheren Besuchen vertraut sind. Jetzt wollen wir in den nächsten Wochen ein bisschen Luft holen, Besuch aus Deutschland empfangen und uns und die EDEN auf die nächste Etappe vorbereiten.
Auf den Spuren von Cécar Manrique
Mit dem Luftholen war zwar so eine Idee…, aber als wir uns ein Auto mieteten um mal eben um Lanzarote zu gondeln, waren wir um die Ruhe gebracht. Claudia saß nach einem fast halben Jahr Autoabstinenz quietschvergnügt hinter dem Steuer und brauste durch die Serpentinen. Und dann gibt es ja auf der kargen Vulkaninsel auch einiges zu sehen - Verdienst von Cécar Manrique. Der in Arrecife 1919 geborene Architekt und Künstler (gestorben 1992) nahm die Natur von Lanzarote und gestaltete sie einfühlsam. Ob es der „Jadin de Cactus“, der Kakteengarten in der vulkanischen Landschaft ist oder die „Jameos del Agua“, riesige Vulkanhöhlen mit einem unterirdischen See, Aussichtspunkte, Windspiele inmitten von Kreisverkehren – seine Handschrift ist auf der gesamten Insel unverkennbar. Dabei überließ er nichts dem Zufall: vom spektakulären Eingang, an dem sich Räume so öffnen, dass wir als Besucher erst mal mit offnem Mund überwältigt stehen blieben bis hin zum künstlerisch gestalteten Hinweisschild für die Sanitärräume. Dabei hinterlässt die Gesamtgestaltung bei uns ein Gefühl der Harmonie und des Wohlfühlens, der Leichtigkeit und Fröhlichkeit, obwohl alle Objekte in der kargen, lebensfremden Lava-Landschaft stehen und aus schwarzem Vulkangestein bestehen. Am meisten beeindruckte uns aber das ehemalige Wohnhaus Manriques. Auf fünf Lavablasen baute er ein Haus im traditionellen Stil der Insel. Die Lavablasen, die nach oben eine Öffnung haben, nutzte er als Wohnräume, in denen Palmen und Feigenbäume in den Himmel wachsen. In einer Höhle ist Pool, Grillplatz, Tanzfläche, Bar untergebracht. Eigentlich hätten wir dort sofort einziehen können!
Arguineguin, 18.10.2001
Am Flughafen überpünktlich angekommen, sagte uns die Anzeige, dass der Flug aus Madrid Verspätung hat. Wir sahen schon schwarz: Susanne und Klaus kamen nach Schottland mit 24 Stunden Verspätung an Bord. Doch wir hatten diesmal Glück, es waren nur 20 Minuten. Dann ging die Schiebetür an Gate A auf, ein Wagen wurde heraus geschoben und oben auf dem Gepäckberg flogen zwei Ärmchen auseinander: Marlene hatte ihren Opapa entdeckt! Dahinter kamen gleich Kathrin und Thomas. Alle drei werden nun die Herbstferien bei uns im Sommer-Sonnenschein verbringen. Marlene schwamm auch gleich mal im Atlantikwasser rund um das Boot, spielte mit Opapa Friedrich Schach, aber ihre Lieblingsbeschäftigung ist Angeln, auch wenn die Fische offensichtlich auch Ferien machen…
Sahara-Dünen
Unseren ersten Ausflug machten wir zu den Sanddünen von Maspalomas. Die riesigen verwehten gelben Sandberge vor der zerklüfteten schwarzen Vulkanbergkulisse sahen irgendwie unwirklich aus. Und eigentlich stammt der Sand auch nicht von dieser Insel sondern wurde mit Ostwinden von der Sahara hergetragen. Toller Ort zum Sandlatschen, Drachensteigen, Wellenbaden und Faulenzen. Auf dem Rückweg trennen sich unsere Wege. Während der männliche Teil der Crew schnurstracks dem Ankerplatz entgegenstrebte, durften die drei Damen nach Herzenslust in Maspalomas bummeln gehen! Mit einer neuen Badehose für den Skipper und einer supercoolen Sonnenbrille für Marlene ging´s zurück an Bord, wo inzwischen alle technische Ausrüstung, die unser Bootsjunge Martin mitgeschickt hatte, installiert war. Mit ganz besonderem Stolz betrachteten wir den neuen Windgenerator, der mit ganz leisen Flügeln für einen eisgekühlten Weiswein sorgte! Die Krönung des Tages war dann das Käpt´ns Dinner bei Pellkartoffeln und „Ersatzquark“.
Das war jedenfalls für Marlene, Kathrin und Thomas die Segeltour von Arguineguine nach Puerto de Mogan. Immer dicht an der Küste entlang steuerte Marlene bei Sonnenschein und leichter Briese. An unserem Ankerplatz vor dem ehemaligen Fischerdorf und heutigen Supertouristenhafen holte Opapa die für Marlene neu erstandenen Angel raus und dann saßen alle gespannt an der Reling. Und auf einmal ein zartes Stimmchen: „Ein Fisch, ich habe einen Fisch!“ Mit gemeinsamen Kräften zogen Marlene, Papa und Opapa an der Angel und siehe da, ein richtig großer Fisch war an der Angel. Nun erwachte das Jagdfieber auch bei den Männern….
Ohne Erfolg. Opapa hatte dennoch richtig Glück. Er durfte die lecker gebratene Brasse mit Marlene teilen!
„Ja, das ist doch die Claudia…“
Die LUCIE hatten wir im Hafen von Mogan schon entdeckt, doch nach den Eignern Elke, Helmut und Esther hielten wir noch Ausschau. Und dann hörten wir Elke´s Stimme – nach so langen Jahren hatte sie Claudia sofort erkannt, obwohl sie nicht wusste, dass wir jemals wieder auf den Kanaren auftauchen würden. Wir freuten uns so über das Wiedersehen, hatten wir doch damals einige Wochen gemeinsam auf La Gomera verbracht. Und während wir in Erinnerungen schwelgten, hatte Marlene mit Esther eine Spielfreundin gefunden. Gründe genug, unseren für den nächsten Tag geplanten Törn nach Teneriffa zu verschieben.
Ein wenig traurig waren wir schon, dass wir uns von den LUCIE-anern so schnell wieder trennen mussten. Doch mit der festen Verabredung für ein Treffen in der kommenden Woche machten wir uns auf den Weg nach Teneriffa. Der größte Wunsch von Marlene war nämlich der Besuch eines Vulkans. Und diesen Wunsch wollte Opapa zu ihrem Geburtstag erfüllen. Was eignet sich da besser als die Mondlandschaft unterhalb des Teide? Und so schipperten wir bei strahlend blauem Himmel Richtung Westen. Zur großen Freude aller entdeckten wir fliegende Fische und Delfine, die sich vor unserem Bug tummelten. Als vor Los Christianos die Pilotwale in unserer Nähe auftauchten, war Marlenes Glück perfekt. Von ihnen wollte sie träumen - in der Nacht zu ihrem Geburtstag.
San Miguel, 25.10.2009
Sieben Kerzen pustete Marlene auf ihrem Geburtstagskuchen aus, dann starteten wir zu unserer Fahrt zum Vulkan. Die Serpentinen führten uns in den großen Krater von Teneriffa, dessen Lava-Mondlandschaft und zur Seilbahn, die hinauf zum Pico del Teide fährt. Kathrin, Thomas und Marlene überwanden in der Gondel die letzten Höhenmeter, um unterhalb des Gipfels einen Rundblick zu den anderen Insel zu machen und Vulkansteine zu sammeln. Wir hatten vor einigen Jahren zu Fuß den 3718 Meter hohen Berg erwandert und blieben daher in der Seilbahnstation zurück und ließen den durchaus anspruchsvollen Aufstieg bei einer Weinschorle Revue passieren. Nachdem eine begeisterte Marlene vom Berg zurück war, führte uns unsere Inseltour in den Norden. Dort erlebten wir tatsächlich Regen und eine wunderbar grüne Landschaft. Über die zerklüfteten Berge des Westteils, über gewundene enge Straßen ging unser Weg durch die Masca-Schlucht und den Hafen von Los Gigantes zurück zu unserem Boot. Dort wurde noch ein Geburtstagswunsch erfüllt: Eierkuchen zum Abendessen! Kaum war der Abwasch geschafft, als es schon auf Mitternacht zuging und wir gleich in den nächsten Geburtstag reinrutschten. Der Käpt´n bekam sein Ständchen bei einem Glas Sekt. Und dann äußerte er seinen Geburtstagswunsch: Eine Bergtour zu den Märchensteinen des Paisaje Lunar. Gesagt, getan. Nach dem Frühstück schnappten wir Rucksack und Wanderschuhe und kraxelten zu den märchenhaften weißen Bimssteinformationen, die zwischen strahlend blauem Himmel und grünen Pinien wie aus einer anderen Welt wirkten.
Fröhlich, wenn auch ein bisschen geschafft (was ein Jubilar seinen Partygästen nicht alles zumutet…) kam unsere Geburtstagswandergesellschaft zurück an Bord. Aber gleich starteten wir zu neuen Aktivitäten. Per Mietwagen legten wir die 65 km nach Santa Cruz zurück, um Ellen mal eben in die Arme zu nehmen und das geliehene Marokko-Segelbuch zurück zu geben. Ellen und Frank hatten wir an der Algarve getroffen und sie gaben uns nicht nur ihr Buch, sondern auch viele hilfreiche Tipps für unseren spontanen Gibraltar-Marokko-Törn. Inzwischen waren auch sie mit ihrem Schiffchen auf Teneriffa gelandet und die Wiedersehensfreude war groß. Gleichzeitig war es aber auch ein Abschied. Unsere Segelwege werden sich hier trennen. Doch die allerbesten Wünsche begleiten sie wie auch uns. Und auch wenn wir uns jetzt aus den Augen verlieren, so nicht aus dem Sinn. Und außerdem gibt es ja noch das Internet!
Gran Canaria
Rasend schnell vergingen die letzten Tage mit unserer Feriencrew. Nachdem wir bei leichten Winden die Überfahrt von Teneriffa nach Gran Canaria hinter uns gebracht hatten, warfen wir den Anker wieder vor dem Hafen von Mogan und luden die Crew der LUCIE zu einem Segeltörn in die Hotelbucht Anfi del Mar ein. So hatte Marlene Spielgefährten und wir Zeit, mit Elke und Helmut zu plauschen. An den nächsten Tagen nutzten wir die Annehmlichkeiten des riesigen Hotelkomplexes mit seinem weißen Strand, dessen weicher Sand eigens von den Bahamas hergeschippert wurde. Marlene genoss das Planschen in der Poollandschaft im zehnten Geschoß, Opapa das kühle Bier an der dortigen Bar mit Gratis-Blick auf unser tief unten ankerndes Schiffchen.
Auch die schönsten Ferien haben ein Ende
Der letzte Ferien-Abend wurde mit der Magic-Show des Hotels gekrönt und nach einer ganz kurzen Nacht klingelte der Wecker noch im Dunklen. Rasch luden wir Taschen, Rucksäcke, warme Daunenjacken in das Schlauchboot und brachten alles an den Strand. Noch Bahama-Sand zwischen den Zehen, zog unsere Feriencrew Socken und dicke Schuhe an und war so gut für die Rückkehr ins kalte Deutschland gerüstet. Pünktlich erreichten wir die Hotel-Bushaltestelle. Eine kurze Umarmung, dicke Küsschen für den Weg und schon saßen Marlene, Kathrin und Thomas im Bus zum Flughafen und winkten hinter der Scheibe zum Abschied. Zwei Wochen Herbstferien im Sommer-Sonnenschein waren zu Ende.
San Miguel, 11.11.2009
Als das Wochenende vorbei war, gelang es uns tatsächlich ein Mietauto zu ergattern. Das auf unserer Überfahrt etwas lädierte Segel und aufgerissene Sprayhoud im Kofferraum gings zunächst zum Flughafen, dann zum Segelmacher. Am Flughafen luden wir Mama Elli ein, in der Werkstatt das Segel aus. Auspacken war dann auch an Bord angesagt. Aus dem großen Koffer kamen die schönsten Weihnachtsleckereien zu Tage. Lebkuchen von Tante Eva, selbstgebackene Plätzchen von Elke und Esther. Vollkornbrot, Gummibärchen, Schokolade, Weihnachtsmänner und Engelchen - die Mitbringsel und Überraschungen türmten sich auf unserem Salontisch. Und auf einmal wurde uns bewusst, dass die Adventszeit nicht mehr weit ist. Für uns hier mitten in blühenden Landschaften, bei Sommertemperaturen absolut unwirklich!
Am Abend des 9. November saßen wir bei einer Flasche Sekt mit Kathrin und Torsten zusammen und jeder erzählte, wie er den Abend vor 20 Jahren verbracht hat. Dieser Tag ist jedem von uns so gut in Erinnerung und wir stießen auf den Mauerfall an und freuten uns, dass wir durch ihn hier und jetzt auf Teneriffa saßen und Sekt tranken!
Am nächsten Morgen starteten wir alle gemeinsam, Dank des Mietwagenverleihers, der uns statt eines Mini´s einen Kleinbus vors Boot gestellt hatte, zu einem Ausflug ins Anaga-Gebirge. Ganz anders als die Mondlandschaft um den Teide ist der nordöstliche Teil der Insel zerklüftet, grün und mit kleinen Bergdörfern gesprenkelt. Und plötzlich fing es an zu regnen, die Temperatur sank auf 16° C. Grund genug, anzuhalten, auszusteigen und kräftig durch zu atmen, lachend nass zu werden! Schließlich hatten wir unseren letzten Regen Anfang August in La Coruna erlebt.
Verrückt, aber wir hatten nicht mal Zeit um 11.11 Uhr in einen Pfannkuchen zu beißen. Stattdessen kämpften wir uns zum dritten Mal mit einem Riesen-Einkaufswagen durch das Sortiment eines Hiperdino-Supermarktes. „Bunkern“ heißt es in Seglersprache, wenn man den Arm tief ins Regal steckt, einmal durchzieht und die Packungen in den Wagen krachen lässt. Zwei Duzend Rollen Klopapier; 20 Dosen Thun, 20 mit Corned Beef und Mortadella; Kiloweise Mehl, Reis, Nudeln, Milchpulver; Literflaschen mit Duschbad, Essig, Öl; Streichhölzer, Zwieback, Rum. Wieder und wieder liefen wir durch die endlosen Regalreihen und strichen die bereits ergatterten Sachen von unserer fünfseitigen Einkaufsliste. Dank Mietwagen war der Weg bis zur Marina einfach, doch dann begann die Schlepperei. Alles mussten wir bis zum Steg, vom Steg auf ein hohes Boot, vom hohen Boot auf unser niedriges Deck, vom Deck in die Kajüte reichen. Dort konnten wir uns kaum noch drehen – wo sollten wir das nur stauen? Und dabei waren erst zwei Seiten Liste abgehakt… also noch mal los zum Hiperdino, schließlich hatten wir den Luxus eines Autos nicht ewig.
Irgendwie hatten wir all unsere Reichtümer in Kisten und Kasten verstaut, da legten wir ab, um uns auf Schmugglerpfade zu begeben. Spannend war es allemal, die Bucht zu finden. Zwischen den Bergmassiven, die sich steil mehrere hundert Meter aus dem Meer erheben, fanden wir dann den kleinen Strand mit ein paar Palmen und einem winzigen Anlegesteg, dahinter die gigantische Masca-Schlucht. Keine Straße, kein Weg führt zu dieser Bucht, nur mit einer mehr als zweistündigen Klettertour die Schlucht hinauf, ist das Bergdorf Masca zu erreichen. Wirklich ein idealer Platz für Schmuggler – und heutzutage für Piratenboote. Eines davon lag neben uns vor Anker und die zahlreichen, zahlenden Tagespiraten planschten im klaren Wasser. Doch dann waren wieder alle an Bord, der Anker wurde aufgeholt und der Fäkalientank abgelassen. Lange waren diese Umweltpiraten weg, aber wir wurden von den Hinterlassenschaften umspült, die Lust auf ein Abendbad war gründlich vermiest. Aber wir waren ganz allein in der Bucht und über den dunklen Felsen ging ein strahlender Sternenhimmel auf. Nur von La Gomera grüßte ein einsamer Leuchtturm.
Am Morgen setzten wir an Land über und kletterten in einem trockenen Flussbett hoch hinauf in die Masca-Schlucht, während Mama Elli das Boot hütete. Pünktlich zum Eintreffen der Tourie-Piraten waren wir zurück und lichteten den Anker. Echte Schmuggler meiden ja bekanntlich Menschenmassen!
San Miguel, 16.11.2009
Den Tipp hatten wir vor vielen Jahren von unserem Oranienburger Fünf-Sterne-Gärtner erhalten: Mitten in der gnadenlos mit Hotels bebauten Südküste Teneriffas gibt es eine Natur-Bucht mit Höhlen. Einst von Hippies besetzt, leben hier offensichtlich nur noch sporadisch Leute. Einige sahen wir auf ihrem Höhlenweg. Darüber leuchtete ein grünes Areal: Golfplatz! Komisch – auch im marokkanischen Hippiedorf von Jimi Hendrix wird jetzt Golf gespielt. Entweder hatten sich die Hippies wirklich die schönsten Plätze der Welt gesucht, die jetzt durch die Golfindustrie entdeckt werden oder sind gar die Hippies mittlerweile im Golfalter und kommen an ihre Plätze zurück, sozusagen „back to the roots“? Wir sind jedenfalls nach neun Jahren auch wieder hier gelandet und genossen die Landschaft mit Blick auf den Teide, die tosenden Gischt an den Felsen und die Brandung am Strand.
Wir ließen unser Schlauchboot zu Wasser und ruderten zum Land hinüber, immer mit der Brandung im Auge. Als wir meinten, jetzt sei eine Wellenpause, drehten wir in Richtung Strand, um anzulanden. Schon sahen wir uns glücklich und trocken bei einem Landspaziergang, da baute sich eine gigantische Welle auf, die sich exakt über uns brach. Wir flogen samt Schlauchboot in die Luft, machten einen kompletten Salto mit dem Ergebnis, dass zwar das Boot wieder richtig herum schwamm, wir aber daneben wie in einer Waschmaschine herumwirbelten. Gleichzeitig ging am Strand, an dem eine Menge junger Leute ihre Zelte aufgeschlagen hatten, ein Begeisterungsschrei in rauschenden Applaus über. So jedenfalls berichtete Mama Elli über unseren Stunt, den sie sicher vom Boot aus beobachtet hatte. Wir jedenfalls tauchten verdutzt aus der schäumenden Brandung auf und konnten uns vor Lachen kaum halten! Unter den fröhlichen Blicken der Strandcamper machten wir im Wetlook unseren Landspaziergang. Übrigens folgte uns Hochachtung, als wir es später ohne Salto mortale durch die Brandung zur EDEN zurück schafften!
Schnell war die Mama-Besuchs-Woche vorbei und wir brachten sie bei strahlendem Sonnenschein zum Flughafen. Für uns nicht vorstellbar, dass sie ein paar Stunden später im grauen, kalten November landen würde. Dass die Adventszeit vor der Tür steht, konnten wir dann aber bei unserem Teneriffa-Hauptstadt-Besuch unschwer erkennen. Über der Einkaufsmeile hingen gläserne Eiszapfen und „Feliz Fiestas“-Leuchtschriften, in Auslagen Weihnachtsmänner aus Stoff und Schokolade. Uns war es dann eher nach einem Schokoladeneis, schließlich zeigte das Straßenthermometer 28 °C. Und dann machten wir uns noch einmal auf zum Bunkern – Arm ins Regal, durchziehen, klatsch in den Wagen…